Das Hope Village in Katutura ist eine Einrichtung, in der verwaiste oder bedürftige Kinder
leben. Viele der Kinder mussten viel Leid in ihrem kurzen Leben ertragen und haben erst
im Hope Village ein sicheres Zuhause gefunden. Dies bietet für circa 100 Kinder und
Jugendliche im Alter von 0 bis 21 Jahren Platz. Auf dem Gelände befinden sich neben
dem Bürogebäude fünf nach den Bedürfnissen der Kinder eingerichtete Häuser, die nach
Alter und Geschlecht getrennt bewohnt werden.
Viele Babys und Kleinkinder von 0 bis 5 Jahren leben im Baby Haus. Sechs
„Mommy’s“ kümmern sich im Schichtdienst liebevoll um die Kinder. Zu ihren Aufgaben
gehören zum Beispiel das tägliche Kochen, Putzen und die umfassende Pflege der Babys.
Zudem leben zwei körperlich und geistig schwer behinderte Kinder in dem Haus, was
eine weitere große Herausforderung für die Betreuerinnen bedeutet. Aufgeteilt ist das
Haus in einen großen Wohnraum, Küche, zwei Bäder sowie zwei Schlafzimmer für die
Kinder und eins für die Betreuerinnen.
Wenn die Kinder ihr 5. Lebensjahr erreicht haben, ziehen sie vom Baby Haus ins
Toddlershaus, wo sich nun vier Betreuerinnen fürsorglich um sie kümmern. Insgesamt
teilen sich 24 Kinder sechs kleine Zimmer. Um ihren „Mommy’s“ etwas Arbeit
abzunehmen, helfen die Kinder im Haushalt mit; zum Beispiel beim Abspülen nach dem
täglichen gemeinsamen Mittagessen.
Auch die Kinder ab 11 werden in ihrem Mädchen- bzw. Jungenhaus durch Koch- und
Putzaufgaben zur Eigenständigkeit erzogen. In beiden Häusern leben ebenfalls 24 Kinder
und Jugendliche. Bei den Mädchen arbeiten zwei Erzieher und bei den Jungen eine
Betreuerin sowie ein Betreuer, den sie liebevoll Vater nennen.
Nach staatlichen Regelungen enden die Hilfen der Kinderheime nach Erreichen des 18.
Lebensjahres. Jedoch ermöglicht das Hope Village einigen angehenden Erwachsenen
weiterhin im Hope Village zu leben, wenn sie alleine dazu noch nicht in der Lage sind. Es
unterstützt sie in ihrem beruflichen Werdegang, wie beim Studium oder einer Ausbildung.
Sie können während dessen im „student house“ leben und erhalten zudem finanzielle
Unterstützung vom Staat, bis sie ihr Studium oder ihre Ausbildung beendet haben und
auf eigenen Beinen stehen können.
Heute wird die Einrichtung von Sophy Muton geleitet, die ursprünglich im Jahr 2004 von
der Pastorin Mariejtie de Klerk gegründet wurde. Mariejtie ist im Jahr 2025 verstorben.
Trotz bestehender guter Grundversorgung und großen Bemühungen den Kindern und
Jugendlichen ein sicheres und unbeschwertes Aufwachsen zu ermöglichen, fehlt es immer
noch an Vielem. Kinderbetten, Hygieneartikel, Beschäftigungs- und
Förderungsmöglichkeiten sowie Spielzeug für klein und groß werden dringend benötigt.
Um die Lebenssituation dieser Kinder zu verbessern, unterstützt Wadadee cares mit Ihrer
Hilfe das Projekt mit dem Einsatz von Freiwilligen sowie Geld- und Sachspenden.




